Food Waste Regulierung in ganz Europa entwickelt sich schnell. Was freiwillig war, wird verpflichtend. Was national war, wird harmonisiert. Was Messung war, wird zu Zielen.
Hier ist der Stand 2025 und worauf sich Gastronomiebetriebe vorbereiten sollten.
Der EU-Rahmen
Die überarbeitete EU-Abfallrahmenrichtlinie legt die Grundlage:
Verpflichtende Messung: EU-Mitgliedstaaten müssen Food Waste mit einer gemeinsamen Methodik messen. Diese Daten informieren die Politik.
Verbindliche Ziele (kommend): Die EU arbeitet an verbindlichen Food Waste Reduktionszielen, wahrscheinlich ausgerichtet an SDG 12.3 (50% Reduzierung bis 2030).
Food Waste Hierarchie: Prävention zuerst, gefolgt von Umverteilung, dann Tierfutter, dann Recycling/Kompostierung, dann Energierückgewinnung, mit Deponie als letztem Ausweg.
Anforderungen nach Land
Die Umsetzung variiert nach Mitgliedstaat:
Frankreich: Erfordert von Unternehmen, die über bestimmte Schwellenwerte Food Waste erzeugen, Präventionspläne, Abfallmessung und jährliche Berichterstattung. Verpflichtende Lebensmittelspende für große Supermärkte.
Italien: Steueranreize für Lebensmittelspenden. Haftungsschutz für Spender. Verpflichtende Abfallmessung für große Gastronomie.
Spanien: Neues Food Waste Gesetz erfordert Messung, Präventionspläne und hierarchisches Management. Bußgelder bei Nichteinhaltung.
Deutschland: Fokus auf Umverteilung und Spende. Messanforderungen werden phasenweise eingeführt.
UK (nach Brexit): Getrennte Food Waste Sammlung verpflichtend für Unternehmen in England ab 2025. Ähnliche Anforderungen in den devolved nations.
Irland: Gewerbliche Food Waste Trennung verpflichtend. Berichtsanforderungen in Entwicklung.
Was das für die Gastronomie bedeutet
Messung ist nicht mehr optional. Selbst wo noch nicht vorgeschrieben, ist die Richtung klar. Betriebe brauchen Waste Tracking Fähigkeiten.
Prävention muss nachweisbar sein. Regulierungsbehörden wollen zunehmend Beweise für Präventionsbemühungen sehen, nicht nur Entsorgungsdaten.
Hierarchische Compliance ist wichtig. Es reicht nicht, Abfall zu verfolgen – Sie müssen zeigen, dass Sie ihn gemäß der Hierarchie managen (Prävention vor Entsorgung).
Strafen kommen. Frankreich und Spanien haben bereits Bußgeldstrukturen. Andere werden folgen. Nichteinhaltung wird Konsequenzen haben.
Vorbereitung auf Compliance
Schritte zur Vorbereitung:
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Etablieren Sie Messung jetzt. Warten Sie nicht auf Vorschriften. Bauen Sie Fähigkeit und Baseline-Daten auf.
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Dokumentieren Sie Präventionsbemühungen. Führen Sie Aufzeichnungen darüber, was Sie tun, um Abfall zu reduzieren.
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Kennen Sie Ihre Entsorgungswege. Stellen Sie sicher, dass Abfallentsorger aufkommende Anforderungen erfüllen.
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Tracken Sie nach Kategorie. Vorschriften unterscheiden oft zwischen verschiedenen Abfalltypen und Entsorgungsmethoden.
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Bereiten Sie sich auf Reporting vor. Bauen Sie Systeme, die erforderliche Berichte mit Audit-Trails generieren können.
Sehen Sie unseren Leitfaden, um Ihre Daten audit-bereit zu machen.
Über Compliance hinaus
Kluge Betreiber sehen Regulierung als Boden, nicht als Decke. Über Compliance hinausgehen:
- Baut Wettbewerbsvorteile mit nachhaltigkeitsbewussten Kunden und Auftraggebern
- Bereitet auf zukünftige Verschärfung der Anforderungen vor
- Liefert oft Kosteneinsparungen, die Compliance-Kosten übersteigen
- Demonstriert Unternehmensverantwortung
Aktuell bleiben
Vorschriften entwickeln sich weiter. Wichtige Quellen zum Monitoring:
- EU-Kommissions-Ankündigungen zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen
- Nationale Umweltbehörden-Leitlinien
- Updates von Hospitality-Branchenverbänden
- Nachhaltigkeitsberater, die auf Foodservice spezialisiert sind
Kontaktieren Sie uns für die neuesten Informationen darüber, wie Vorschriften Ihren spezifischen Betrieb und Standort betreffen.
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