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ESG Reporting für Foodservice: Was Sie einbeziehen müssen

ESG-Berichtsanforderungen verschärfen sich. So sollten Foodservice-Betriebe Umweltoffenlegung angehen.

FT

FoodSight Team

Januar 2025

Environmental, Social und Governance (ESG) Reporting ist für seriöse Gastronomiebetriebe nicht mehr optional. Ob getrieben durch Investorenanforderungen, Kundenerwartungen oder kommende Vorschriften – Sie müssen in der Lage sein, glaubwürdig über Ihre Umweltleistung zu berichten.

Food Waste ist eine Schlüsselkomponente. Hier ist, was Sie wissen müssen.

Die Reporting-Landschaft

Mehrere Frameworks und Anforderungen gelten jetzt für Foodservice:

CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive): EU-Gesetzgebung, die detaillierte Nachhaltigkeitsberichterstattung für große Unternehmen und ihre Wertschöpfungsketten erfordert.

SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation): Beeinflusst Investment-Reporting und damit, welche Daten Investoren von Portfoliounternehmen verlangen.

SECR (Streamlined Energy and Carbon Reporting): UK-Anforderung für Energie- und Emissionsoffenlegung.

TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures): Freiwilliges, aber zunehmend erwartetes Framework für Klimarisiko- und Chancenoffenlegung.

Plus sektorspezifische Initiativen wie das Reporting-Framework der Sustainable Hospitality Alliance.

Was Sie über Food Waste berichten sollten

Mindestens sollte glaubwürdige Food Waste Offenlegung umfassen:

Quantitative Kennzahlen:

  • Gesamter Food Waste (Tonnen oder kg)
  • Food Waste pro Gedeck oder pro Umsatz
  • Jahr-über-Jahr-Veränderung
  • Abfallaufschlüsselung nach Kategorie (Zubereitung, Teller, Verderb)

Kontext:

  • Verwendete Messmethodik
  • Umfang (welche Betriebe, welche Abfallströme)
  • Ziele und Fortschritt dagegen

Umweltübersetzung:

  • CO₂e-Emissionen aus Abfall
  • Andere Umweltauswirkungen (Wasser, Landnutzung) falls erfasst

Messanforderungen

ESG-Prüfer werden Ihre Methodik unter die Lupe nehmen. Gute Praxis umfasst:

Dokumentierte Prozesse: Schriftliche Verfahren für Abfallmessung, die Mitarbeiter konsistent befolgen.

Verifizierung: Irgendeine Form der Überprüfung der Datengenauigkeit – Stichprobenaudits, Technologieverifizierung, Drittprüfung.

Vollständigkeit: Klare Aussage, was eingeschlossen und ausgeschlossen ist.

Konsistenz: Gleiche Methodik Jahr für Jahr, um gültige Vergleiche zu ermöglichen.

Manuelle Schätzungen halten Prüfung nicht stand. Zunehmend erwarten Prüfer systematische Datenerfassung – ob manuell mit rigorosen Protokollen oder technologiegestützt.

Integration mit Scope 3 Reporting

Food Waste beeinflusst Scope 3 Emissionen in zwei Kategorien:

Kategorie 1 (Eingekaufte Waren): Die eingebetteten Emissionen in Lebensmitteln, die Sie gekauft, aber nicht produktiv genutzt haben.

Kategorie 5 (Abfall): Die Entsorgungsemissionen aus Food Waste.

Beide erfordern Tracking nach Lebensmittelkategorie zur genauen Berechnung. Generische „Food Waste"-Tonnage reicht nicht – Sie müssen wissen, ob Sie Rindfleisch (hohe Emissionen) oder Gemüse (niedrige Emissionen) verschwenden.

Hier werden automatisierte Systeme mit Lebensmittelerkennungsfähigkeiten wertvoll – sie erfassen die Details, die für genaue Scope 3 Berechnung benötigt werden.

Ziele setzen und berichten

Science-based Targets sind zum Standard geworden. Für Food Waste bedeutet das typischerweise:

  • SDG 12.3 Ausrichtung: Verpflichtung, Food Waste bis 2030 gegen ein Basisjahr zu halbieren
  • Jährliche Meilensteine: Zwischenziele, die den Weg zu 2030 zeigen
  • Umfangsklarheit: Welche Betriebe, welche Abfalltypen

Berichten Sie Fortschritt transparent:

  • Tatsächliche Leistung vs. Ziel
  • Erklärung signifikanter Abweichungen
  • Maßnahmen zur Adressierung von Defiziten
  • Aktualisierte zukunftsgerichtete Pläne

Best Practice Beispiele

Führende Hospitality-Unternehmen berichten:

Hilton: Berichtet Food Waste pro verfügbarem Zimmer über verwaltete Properties, mit regionaler Aufschlüsselung und Trendanalyse.

Compass Group: Detailliert Abfallreduzierungsinitiativen nach Sektor, mit quantifizierter Umweltauswirkung.

Accor: Integriert Food Waste in ihr Planet 21 Reporting mit klarer Methodik und Drittverifizierung.

Studieren Sie deren Berichte für Ansätze, die zu Ihrer Größe passen.

Audit-bereit werden

Wenn Sie sich auf ESG-Audit oder erweiterte Offenlegung vorbereiten:

  1. Dokumentieren Sie alles: Methodik, Datenquellen, Berechnungen, Annahmen
  2. Bauen Sie Datenspuren auf: Fähigkeit, berichtete Zahlen zur Quelle zurückzuverfolgen
  3. Testen Sie Konsistenz: Stellen Sie sicher, dass Daten über verschiedene Berichte abgestimmt sind
  4. Bereiten Sie Narrative vor: Seien Sie bereit, die Geschichte hinter den Zahlen zu erklären
  5. Adressieren Sie Lücken: Wenn Sie etwas nicht berichten können, haben Sie einen Plan, die Lücke zu füllen

Sprechen Sie mit uns über die Vorbereitung Ihrer Food Waste Daten für ESG-Berichtsanforderungen.

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