Environmental, Social und Governance (ESG) Reporting ist für seriöse Gastronomiebetriebe nicht mehr optional. Ob getrieben durch Investorenanforderungen, Kundenerwartungen oder kommende Vorschriften – Sie müssen in der Lage sein, glaubwürdig über Ihre Umweltleistung zu berichten.
Food Waste ist eine Schlüsselkomponente. Hier ist, was Sie wissen müssen.
Die Reporting-Landschaft
Mehrere Frameworks und Anforderungen gelten jetzt für Foodservice:
CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive): EU-Gesetzgebung, die detaillierte Nachhaltigkeitsberichterstattung für große Unternehmen und ihre Wertschöpfungsketten erfordert.
SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation): Beeinflusst Investment-Reporting und damit, welche Daten Investoren von Portfoliounternehmen verlangen.
SECR (Streamlined Energy and Carbon Reporting): UK-Anforderung für Energie- und Emissionsoffenlegung.
TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures): Freiwilliges, aber zunehmend erwartetes Framework für Klimarisiko- und Chancenoffenlegung.
Plus sektorspezifische Initiativen wie das Reporting-Framework der Sustainable Hospitality Alliance.
Was Sie über Food Waste berichten sollten
Mindestens sollte glaubwürdige Food Waste Offenlegung umfassen:
Quantitative Kennzahlen:
- Gesamter Food Waste (Tonnen oder kg)
- Food Waste pro Gedeck oder pro Umsatz
- Jahr-über-Jahr-Veränderung
- Abfallaufschlüsselung nach Kategorie (Zubereitung, Teller, Verderb)
Kontext:
- Verwendete Messmethodik
- Umfang (welche Betriebe, welche Abfallströme)
- Ziele und Fortschritt dagegen
Umweltübersetzung:
- CO₂e-Emissionen aus Abfall
- Andere Umweltauswirkungen (Wasser, Landnutzung) falls erfasst
Messanforderungen
ESG-Prüfer werden Ihre Methodik unter die Lupe nehmen. Gute Praxis umfasst:
Dokumentierte Prozesse: Schriftliche Verfahren für Abfallmessung, die Mitarbeiter konsistent befolgen.
Verifizierung: Irgendeine Form der Überprüfung der Datengenauigkeit – Stichprobenaudits, Technologieverifizierung, Drittprüfung.
Vollständigkeit: Klare Aussage, was eingeschlossen und ausgeschlossen ist.
Konsistenz: Gleiche Methodik Jahr für Jahr, um gültige Vergleiche zu ermöglichen.
Manuelle Schätzungen halten Prüfung nicht stand. Zunehmend erwarten Prüfer systematische Datenerfassung – ob manuell mit rigorosen Protokollen oder technologiegestützt.
Integration mit Scope 3 Reporting
Food Waste beeinflusst Scope 3 Emissionen in zwei Kategorien:
Kategorie 1 (Eingekaufte Waren): Die eingebetteten Emissionen in Lebensmitteln, die Sie gekauft, aber nicht produktiv genutzt haben.
Kategorie 5 (Abfall): Die Entsorgungsemissionen aus Food Waste.
Beide erfordern Tracking nach Lebensmittelkategorie zur genauen Berechnung. Generische „Food Waste"-Tonnage reicht nicht – Sie müssen wissen, ob Sie Rindfleisch (hohe Emissionen) oder Gemüse (niedrige Emissionen) verschwenden.
Hier werden automatisierte Systeme mit Lebensmittelerkennungsfähigkeiten wertvoll – sie erfassen die Details, die für genaue Scope 3 Berechnung benötigt werden.
Ziele setzen und berichten
Science-based Targets sind zum Standard geworden. Für Food Waste bedeutet das typischerweise:
- SDG 12.3 Ausrichtung: Verpflichtung, Food Waste bis 2030 gegen ein Basisjahr zu halbieren
- Jährliche Meilensteine: Zwischenziele, die den Weg zu 2030 zeigen
- Umfangsklarheit: Welche Betriebe, welche Abfalltypen
Berichten Sie Fortschritt transparent:
- Tatsächliche Leistung vs. Ziel
- Erklärung signifikanter Abweichungen
- Maßnahmen zur Adressierung von Defiziten
- Aktualisierte zukunftsgerichtete Pläne
Best Practice Beispiele
Führende Hospitality-Unternehmen berichten:
Hilton: Berichtet Food Waste pro verfügbarem Zimmer über verwaltete Properties, mit regionaler Aufschlüsselung und Trendanalyse.
Compass Group: Detailliert Abfallreduzierungsinitiativen nach Sektor, mit quantifizierter Umweltauswirkung.
Accor: Integriert Food Waste in ihr Planet 21 Reporting mit klarer Methodik und Drittverifizierung.
Studieren Sie deren Berichte für Ansätze, die zu Ihrer Größe passen.
Audit-bereit werden
Wenn Sie sich auf ESG-Audit oder erweiterte Offenlegung vorbereiten:
- Dokumentieren Sie alles: Methodik, Datenquellen, Berechnungen, Annahmen
- Bauen Sie Datenspuren auf: Fähigkeit, berichtete Zahlen zur Quelle zurückzuverfolgen
- Testen Sie Konsistenz: Stellen Sie sicher, dass Daten über verschiedene Berichte abgestimmt sind
- Bereiten Sie Narrative vor: Seien Sie bereit, die Geschichte hinter den Zahlen zu erklären
- Adressieren Sie Lücken: Wenn Sie etwas nicht berichten können, haben Sie einen Plan, die Lücke zu füllen
Sprechen Sie mit uns über die Vorbereitung Ihrer Food Waste Daten für ESG-Berichtsanforderungen.
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