Über Food Waste zu reden ist einfach. Budget für Abfallüberwachungstechnologie genehmigt zu bekommen ist schwieriger. Sie brauchen Zahlen, und Sie brauchen sie in einem Format, das Ihre Finanzabteilung akzeptiert.
So erstellen Sie den Business Case.
Schritt 1: Ermitteln Sie Ihren Ausgangswert
Sie können keine Rendite berechnen, ohne Ihren aktuellen Stand zu kennen. Sie brauchen zwei Zahlen:
Monatliche Lebensmittelausgaben. Das sollte einfach sein – überprüfen Sie Ihre GuV oder fragen Sie den Einkauf. Schließen Sie alles ein: Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Milchprodukte, Trockenwaren, Getränke.
Aktueller Abfallprozentsatz. Das ist schwieriger, wenn Sie noch nicht messen. Optionen:
- Führen Sie ein einwöchiges Abfall-Audit durch (Tonnen wiegen, Kategorien schätzen)
- Nutzen Sie Branchen-Benchmarks als Ausgangspunkt (8-12% ist typisch)
- Rechnen Sie rückwärts von Ihrem Tonnenabholvolumen
Wenn Sie Ihren Abfallprozentsatz nicht kennen, starten Sie mit 10%. Das ist konservativ für die meisten Betriebe, und Sie können es später verfeinern.
Schritt 2: Berechnen Sie Ihre wahren Abfallkosten
Die reinen Abfallkosten sind einfach Lebensmittelausgaben multipliziert mit dem Abfallprozentsatz. Aber die wahren Abfallkosten sind höher wegen:
- Arbeit: Jemand hat das verschwendete Essen vorbereitet (addieren Sie 25%)
- Entsorgung: Tonnenabholungen, Abfallgebühren (addieren Sie 5-10%)
- Energie: Lagerung, Kochen, Reinigung (addieren Sie 5%)
Ein vernünftiger Multiplikator ist 1,3x der reinen Zutatenkosten. Wenn Sie also monatlich 10.000 € an Lebensmitteln verschwenden, sind die wahren Kosten eher 13.000 €.
Schritt 3: Schätzen Sie die erreichbare Reduzierung
Hier scheitern viele. Sie können nicht behaupten, allen Abfall zu eliminieren – das ist nicht glaubwürdig. Sie brauchen realistische Reduktionsziele.
Basierend auf Branchendaten sind erreichbare Reduzierungen im ersten Jahr mit ordentlicher Messung und Intervention:
- 20-30% mit grundlegendem Monitoring und Bewusstseinskampagnen
- 30-40% mit detaillierter Erfassung und gezielten Interventionen
- 40-50% mit umfassendem Monitoring, Menü-Engineering und Einkaufsänderungen
Für einen Business Case würde ich 35% Reduzierung als Mittelwert verwenden. Es ist ambitioniert genug, um bedeutenden ROI zu zeigen, aber nicht so aggressiv, dass die Finanzabteilung es als Fantasie abtut.
Schritt 4: Berechnen Sie die jährlichen Einsparungen
Multiplizieren Sie Ihre wahren Abfallkosten mit Ihrem Reduktionsziel, um die jährlichen Einsparungen zu erhalten.
Beispiel:
- Monatliche Lebensmittelausgaben: 80.000 €
- Abfallprozentsatz: 10%
- Monatlicher Abfall (rein): 8.000 €
- Monatlicher Abfall (wahre Kosten): 10.400 €
- Jährlicher Abfall: 124.800 €
- Erreichbare Reduzierung: 35%
- Jährliche Einsparungen: 43.680 €
Schritt 5: Berücksichtigen Sie die Technologiekosten
Welches System Sie auch evaluieren, es wird Kosten haben. Typische Komponenten:
- Hardware: Waagen, Kameras, Sensoren (oft einmalig oder amortisiert)
- Installation: Einrichtung, Schulung, Integration
- Abonnement: Monatliche oder jährliche Softwaregebühren
- Wartung: Laufender Support und Updates
Holen Sie echte Angebote ein statt zu schätzen. Die meisten Anbieter geben Preise, sobald sie Ihren Betrieb verstehen. Stellen Sie sicher, dass Sie Gleiches mit Gleichem vergleichen – manche "günstigen" Systeme haben versteckte Kosten oder eingeschränkte Funktionalität.
Schritt 6: Berechnen Sie ROI und Amortisation
Einfacher ROI: (Jährliche Einsparungen - Jährliche Kosten) / Jährliche Kosten × 100
Wenn Sie 43.680 € sparen und das System 12.000 €/Jahr kostet, ist Ihr ROI 264%.
Amortisationszeit: Jährliche Kosten / Jährliche Einsparungen × 12 Monate
Mit denselben Zahlen: 12.000 € / 43.680 € × 12 = 3,3 Monate
Finanzteams lieben die Amortisationszeit, weil sie intuitiv ist. Zu sagen "das zahlt sich in unter 4 Monaten selbst zurück" ist überzeugender als über Prozentsätze zu reden.
Den Fall der Finanzabteilung präsentieren
Finanzleute sind von Natur aus skeptisch – das ist ihr Job. Sie werden zurückschieben bei:
- Ihrer Abfallschätzung. Seien Sie bereit, Ihre Methodik zu zeigen. Wenn Sie ein Audit gemacht haben, präsentieren Sie die Daten. Wenn Sie Benchmarks verwendet haben, nennen Sie die Quelle.
- Reduktionsannahmen. Haben Sie Fallstudien oder Branchendaten, die zeigen, was erreichbar ist. Verweisen Sie auf SDG 12.3 Ziele (50% Reduzierung) als Beleg, dass dies kein Wunschdenken ist.
- Versteckte Kosten. Seien Sie offen über Implementierungsaufwand, Schulungszeit, jeden Produktivitätsrückgang während der Einführung.
Präsentieren Sie wenn möglich eine Bandbreite von Szenarien: konservativ, erwartet, optimistisch. Die Finanzabteilung schätzt Sensitivitätsanalysen.
Jenseits der Zahlen
Manche Vorteile passen nicht sauber in ROI-Berechnungen, sind aber trotzdem wichtig:
- Regulatorische Bereitschaft. Berichtspflichten kommen; vorbereitet zu sein hat Wert.
- Nachhaltigkeitsnachweise. Zunehmend relevant für Beschaffung und Kunden.
- Mitarbeiterengagement. Abfallreduktionsprogramme verbessern oft Moral und Mitarbeiterbindung.
- Risikominimierung. Steigende Lebensmittelkosten machen Abfallreduzierung zunehmend wertvoll.
Erwähnen Sie diese als unterstützende Punkte, aber führen Sie mit den Finanzen. Die Zahlen machen den Fall; die weichen Vorteile erleichtern das Ja-Sagen.
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