Das lineare Modell – Ressourcen nehmen, Produkte herstellen, Abfall entsorgen – weicht branchenübergreifend dem zirkulären Denken. Foodservice, mit seinem hohen Materialdurchsatz und signifikanten Abfallströmen, ist ein Hauptkandidat für zirkuläre Transformation.
Was ist Kreislaufwirtschaft?
Kreislaufwirtschaftsprinzipien zielen darauf ab, Ressourcen so lange wie möglich in produktiver Nutzung zu halten, maximalen Wert aus ihnen zu extrahieren, dann Produkte und Materialien am Ende ihres Lebenszyklus zu verwerten und zu regenerieren.
Im Foodservice bedeutet das:
- Reduzieren: Weniger Ressourcen einsetzen, um die gleichen Ergebnisse zu liefern
- Wiederverwenden: Artikel länger im Service halten, bevor sie entsorgt werden
- Recyceln/Verwerten: Sicherstellen, dass End-of-Life-Materialien in produktive Nutzung zurückkehren
Zirkuläre Prinzipien angewandt auf Lebensmittel
Abfall eliminieren durch Design: Menü-Engineering, das ganze Zutaten verwendet, Kreuzverwendung zwischen Gerichten, Abschnitte werden zu Fond oder Mitarbeitermahlzeiten.
Produkte in Nutzung halten: Ordentliche Lagerung verlängert Haltbarkeit, Batch-Größen abgestimmt auf Nachfrage, Umverteilung von Überschüssen an Mitarbeiter, Wohltätigkeitsorganisationen oder Lebensmittelrettungsorganisationen.
Natürliche Systeme regenerieren: Kompostierung führt Nährstoffe dem Boden zu. Biogasanlagen gewinnen Energie. Verpackung aus erneuerbaren Quellen zersetzt sich sicher.
Praktische Anwendungen
Kochen mit ganzen Zutaten
Traditionelles Kochen behandelt Abschnitte oft als Abfall. Zirkulärer Ansatz:
- Gemüseabschnitte werden zu Fond, Saucen, Pürees
- Fleischknochen werden zu Brühen und Demi-glace
- Zitrusschalen werden zu Zesten, Garnituren, Aufgüssen
- Altbackenes Brot wird zu Croutons, Semmelbröseln, Desserts
Das erfordert ganzheitliches Nachdenken über Menüdesign – Gerichte, die Abschnitte erzeugen, neben Gerichten, die sie verwenden.
Verpackungskreislauf
Einwegverpackung ist fundamental linear. Zirkuläre Alternativen:
- Rückgabebehälter für Lieferungen
- Pfandsysteme für To-go-Behälter
- Verpackung aus kompostierbaren oder recycelten Materialien
- Eliminierung, wo möglich
Lebensmittelumverteilung
Überschüssiges Essen, das nicht verkauft werden kann, hat noch Wert:
- Mitarbeitermahlzeiten (ordentliches Protokoll, faire Bepreisung)
- Lebensmittelrettungsorganisationen (Too Good To Go, Die Tafel)
- Gemeinschaftspartnerschaften (lokale Unterkünfte, Tafeln)
Das erfordert Überschusssichtbarkeit und Prozesse, um schnell zu handeln, während Essen noch geeignet ist.
Abfallverwertung
Wenn Prävention und Umverteilung nicht möglich sind:
- Biogasanlagen gewinnen Energie
- Kompostierung erzeugt Bodenverbesserer
- Tierfutter (wo Vorschriften es erlauben)
- Industrielle Verwendungen (bestimmte Abfallströme)
Geschäftsmodell-Implikationen
Kreislaufwirtschaft geht nicht nur um Abfallmanagement – sie kann Geschäftsmodelle umgestalten:
Produkt-als-Service: Ausrüstungsleasing statt Eigentum, mit Wartung und End-of-Life-Handling inklusive.
Erweiterte Herstellerverantwortung: Zusammenarbeit mit Lieferanten, die Verpackung zurücknehmen oder Materialien verwenden, die den Kreislauf schließen.
Symbiotische Beziehungen: Ihr Abfall ist jemandes Input. Kaffeesatz für Pilzzüchter. Treber für Bäckereien. Speiseöl für Biodiesel.
Erste Schritte
Zirkuläre Transformation passiert nicht über Nacht. Beginnen Sie mit:
- Materialflüsse prüfen — Kartieren Sie, was reinkommt, was rausgeht, was verschwendet wird
- Hochwirksame Ströme identifizieren — Fokus auf größte Abfallmengen und problematischste Materialien
- Alternativen erkunden — Für jeden Strom, welche zirkuläre Option existiert?
- Partnerschaften aufbauen — Kreislaufwirtschaft funktioniert durch Zusammenarbeit
- Messen und iterieren — Fortschritt verfolgen, Hindernisse identifizieren, Ansatz verfeinern
Die Rolle von Technologie
Daten ermöglichen zirkuläre Abläufe:
- Food Waste Monitoring zeigt genau, was verschwendet wird
- Analytik identifiziert Muster und Chancen
- Bestandssysteme optimieren Bestellung, um Überschüsse zu reduzieren
- Tracking ermöglicht Verifizierung zirkulärer Behauptungen
Jenseits von Umweltvorteilen
Zirkuläre Ansätze liefern oft:
- Kosteneinsparungen — Abfall ist Kosten; Prävention ist Einsparung
- Innovation — Beschränkungen treiben Kreativität
- Markenwert — Nachhaltigkeitsreferenzen werden zunehmend wichtiger
- Resilienz — Weniger Abhängigkeit von linearen Lieferketten
Die Gastronomiebetriebe, die 2030 florieren, werden diejenigen sein, die heute Kreislaufwirtschaft annehmen.
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